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Inklusive Schulentwicklung – ein Online-Angebot zum Einstieg

November 18 @ 18:00 - 21:00

Inklusion in der Schule ist derzeit ein Thema, das vor lauter Sorge um Corona und Schulschließungen, Digitalisierung und Hybridunterricht gerne aus dem Blickfeld gerät.

Dabei hat sich zwischen Schulschließungen und Hybridunterricht gezeigt: wenn Schulen radikal inklusiv denken – fokussiert auf die Bedürfnisse der einzelnen Kinder, ihre Unterschiedlichkeiten – und wenn sie gemeinsame Sache machen – also im Team inklusiv arbeiten – dann ist es vielfach besser gelungen, möglichst viele Kinder zu erreichen.

Vielleicht auch aus dieser Erfahrung heraus haben viele Teilnehmende des Online-Inklusions-Kongresses Interesse an einer Fortbildung zur inklusiven Schulentwicklung angemeldet.

Wir bieten deshalb einen Online-Kurs zur inklusiven Schulentwicklung an:

Zielgruppe: Schulen, die ihre inklusive Praxis ausbauen möchten. Insgesamt können 10-12 Schulen an dem Kurs teilnehmen; pro Schule sollten mindestens zwei Menschen teilnehmen, davon gerne eine Person aus dem Schulleitungsteam.

Dauer: Sechs Online-Termine von 2-3 Stunden via Zoom.

Wann: Do. 18.11.2021; Do. 2.12.2021; Do. 13.1.2022; Do. 27.1. 2022; Do. 10.2.2022.

Der Abschlusstermin wird mit der Gruppe gemeinsam festgelegt.

Kosten: 895€ inkl. MwSt. pro Schule (unabhängig davon, ob zwei oder drei Kolleg:innen teilnehmen)

Anmeldung: Weil alle Schulen unterschiedliche sind und die genaue Ausgestaltung des Kurses wesentlich von der Zusammensetzung der Teilnehmenden abhängt, gehört zur Anmeldung die Beantwortung eines kurzen Fragebogens zur Schule und zu den teilnehmenden Personen. Sollte es deutlich mehr Anmeldungen als Plätze geben, entscheidet das Los. Den Fragebogen können Sie hier (klick!) herunterladen. Bitte schicken Sie uns den ausgefüllten Fragebogen bis spätestens Freitag, den 5. November 2021, per E-Mail an mail(at)bettina-krueck.de

Der Onlinekurs wird von Dr. Ina Döttinger (inklusion direkt) und Bettina Krück geleitet.

Foto Christian Au

Dr. Ina Döttinger (*1975) hat von 2012 bis 2020 den Jakob Muth-Preis bei der Bertelsmann Stiftung geleitet. Seit 2021 forscht und berät sie zu schulischer Inklusion bei inklusion-direkt.de. Sie bloggt auf blog.inklusion-direkt.de.

Bild Bettina Krück

Bettina Krück organisiert seit 2019 den jährlichen Online-Inklusionskongress. Sie hat selbst langjährige Lehrerfahrung und ist Mutter zweier Kinder. Ihr Sohn lebt mit einer Trisomie 21 und besucht seit 2018 eine Regelgrundschule. 

Kursinhalte:

Session I: Inklusionsverständnis und Einbettung in die historische Entwicklung

In der ersten Session geht es darum, schulische Inklusion zu definieren, die eigene Haltung zu reflektieren, Entwicklungen aufzuzeigen und den Teilnehmenden die besondere Situation zur Inklusion in Deutschland bewusst und sichtbar zu machen: Was ist Inklusion? Was macht Inklusion in Deutschland vor dem Hintergrund der Entwicklung der letzten 200 Jahre besonders? Was verstehe ich selber (Teilnehmende:r) unter Inklusion? Warum?

Session II: Struktur und Flexibilität

Schulen, die intensiv inklusiv arbeiten, zeichnen sich in besondere dadurch aus, dass sie Strukturen aktiv nutzen, um Raum für Beziehung, Flexibilität und individuelle Bedürfnisse zu schaffen. Das kann auf völlig verschiedenen Ebenen geschehen: gemeinsame Zeichen; Entscheidungen über Materialien oder Vorgehensweisen; gemeinsame Zeit- oder Kommunikationsstrukturen, eine spezifische Nutzung von Räumen im Wort- und übertrageneren Sinne. Allen gemeinsam ist, dass durch die gemeinsam geschaffenen und genutzten Strukturen jeweils Freiräume entstehen, die dasLernen und das Begleiten von Lernen gut ermöglichen – bei Kindern und Jugendlichen ebenso wie bei den verantwortlichen Erwachsenen.

In der zweiten Session geht es deshalb darum, solche Strukturen in unterschiedlichen Kontexten kennenzulernen und zu lernen, sie zu identifizieren. Die Beispiele sind sehr unterschiedlichen Aspekten von Schulalltag entnommen.

Als Zwischenaufgabe zur nächsten Session betrachten die Teilnehmenden ihre eigene Schule und gucken, wo sie hier funktionierende Strukturen finden.

Session III: Kommunikation und Verständnis als Team

In Schulen, die Inklusion in den Fokus stellen, arbeiten nicht einzelne Menschen “inklusiv”. Vielmehr ist es eine gemeinsame Entscheidung, mit allen Kindern und Jugendlichen inklusiv zu arbeiten – und sich entsprechend eng miteinander abzustimmen. In der dritten Session ist daher Thema, verschiedene Arten solcher Kommunikationsstrukturen und Formen der Zusammenarbeit kennenzulernen, Abläufe zu identifizieren.

Zwischenaufgabe: Anhand der identifizierten Strukturen an der eigenen Schule zu überlegen, welche Kommunikationsstrukturen bisher hilfreich waren und was zu verbessern wäre.

Session IV: Zeit Raum Mensch

Struktur und Kommunikation passieren nicht im luftleeren Raum, sondern immer in spezifischen örtlichen und zeitlichen Settings. In inklusiv arbeitenden Schulen werden Zeiten und Räume aktiv genutzt und gestaltet, um den Blick auf jedes Kind und den Blick auf die Gemeinschaft zu schärfen und (möglichst) danach zu handeln. Session IV erkundet, welche zeitlichen und räumlichen Strukturen Inklusion unterstützen und voranbringen können – von außen- und innenarchitektonischen Entscheidungen über Tages- und Wochenstrukturen bis hin zur Zusammensetzung von Lerngruppen.

Zwischenaufgabe: Anhand der kennengelernten Strukturen die eigene Schule kritisch für Gelingendes und weniger Gelungenes in den Blick nehmen.

Session V: Schule im System

Schulen sind keine Inseln – das gilt insbesondere für Schulen, die allen Kindern und Jugendlichen gerecht werden wollen. Es hat sich gezeigt, dass Schulen dann besonders gut inklusiv arbeiten, wenn sie das nicht alleine tun, sondern systematisch und gemeinsam mit den Unterstützungssystemen auf ein inklusives Schulsystem hinarbeiten. Session V betrachtet deshalb einerseits, welche Rolle Unterstützungssysteme spielen können und wie besonders erfolgreiche Systeme aufgestellt sind (Förderzentren ohne Schüler:innen; mobile Dienste; Landesförderzentren, etc.) – und andererseits, auf welche Systeme und Ressourcen die teilnehmenden Schulen in ihren Bundesländern zugreifen können.

Zwischenaufgabe: Identifikation genutzter und ungenutzter Unterstützungssysteme der einzelnen Schulen.

Session VI: Abschluss

Den Abschluss bildet Session VI, in der im Fokus steht, was die Teilnehmenden aus diesem Kurs für ihre Schulen mitnehmen, welche Veränderungen sie angestoßen haben & welche nächsten Schritte anstehen könnten.

 Bei Fragen zu diesem Angebot, den Kursinhalten, dem Ablauf oder den Anmeldungsmodalitäten stehen wir Ihnen gerne per E-Mail an mail(at)bettina-krueck.de oder über das Kontaktformular zur Verfügung. Den Fragebogen zur Anmeldung können Sie hier (klick!) herunterladen. Bitte schicken Sie uns diesen bis spätestens Freitag, den 5. November 2021, zu.

Details

Datum:
November 18
Zeit:
18:00 - 21:00